Projekt-Shooting im Studio I 2016

Guten Sonntag zusammen

Heute plaudere ich ein bisschen über mein Shooting von gestern mit Sara Fleur und Tatsi.

Sara und ich kennen uns schon seit 2015, als ich sie shooten durfte als Covermodel für meine Visitenkarte. Wir haben uns super gut verstanden und beschlossen in diesem Jahr wiedermal was zusammen zu machen.
Sie ist ein ganz spezieller Typ, ausdrucksstarke Augen, am ganzen Körper tätowiert und neu mit 3mm Haarschnitt, also ein richtiger Blickfang, so wie ich es mag.
Wer meine Arbeiten kennt, weiss dass ich nicht mit jedem Model zusammenarbeiten kann. Ich muss zu jedem Gesicht eine Geschichte haben, ein Gefühl. Bei Sara sind es die Augen… Sie blicken Tief und nachdenklich, was aber durch ihre lustige, lockere und coole Art gleich überspielt wird.
Als sie mich vor einiger Zeit mal anschrieb ob wir mal wieder ein Shooting zusammen machen wollen, schlug ich ihr dieses “Tribute to Frida Kahlo“-Projekt vor. Sie willigte sofort ein und wir setzten einen Termin.

Bis letzte Woche wusste ich allerdings ob das Shooting stattfinden kann oder nicht, denn die Visagistin (Tatsi eine gute Freundin von Sara) hatte es (fast) vergessen und hätte arbeiten sollen… Aber sie konnte alles schieben, wir hatten also Glück. Allerdings verpasste sie dann den Zug nach Solothurn und kam 30min später.

Hahaha, ihr seht also, bei jedem Shooting kann es mal ein wenig Anlaufschwierigkeiten geben.

Im Fotostudio in Selzach angekommen, machten wir uns gleich an ein kurzes Briefing. Damit alle wissen wie der Ablauf und dessen Inhalt sein wird, denn nur durch einen vordefinierten Plan kann ein Shooting in einem überschaubaren Zeitrahmen abgearbeitet werden. Früher hatte ich viele “wir machen einfach mal“ Shootings, heute kann ich mir solche “auf gut Glück“-Shootings nicht mehr leisten, ich habe schlicht und einfach keine Zeit. Deshalb ist ein Konzept das A und O eines Shootings, ihr könnt euch auch immer auf dieses beziehen wenn ihr merkt ihr habt euch während des Shootings festgefahren.

Nach dem Briefing definierten wir noch die Make-Up Schritte, damit Tatsi wusste wie sie arbeiten kann.
Ich mag nicht die Art von Fotografin sein, die anderen sagt was sie zu tun haben, jeder ist auf seinem Gebiet die Fachperson und kann arbeiten wie er möchte.

Deshalb arbeite ich nur mit Leuten die wissen was sie tun.
Dabei darf die gute Laune aber nie zu kurz kommen! Jaaanz wichtisch immer Freude an der Sache haben -aber professionell bleiben.
Mit Sara und Tatsi wurde es auch nie langweilig… plötzlich hörte man aus der Schminkecke “Maann bisch mal Still! Ich cha nid schminke wenn du immer schnurrsch!“ *grins*

Wir kamen durch die Planung super voran und hatten die Bilder nach 2.5h im Kasten. Freudig schauten wir uns noch die Bilder kurz durch und fuhren nach einer kurzen Aufräumaktion zum Bahnhof Solothurn wo uns unsere Wege trennten. Sara sagte dann noch grinsend “Du waisch, snöchschte Projekt gäll, im Summer oder so“.. was das sein könnte erzähle ich euch vielleicht in einem anderen Blog *zwinker*

 

Hier noch ein paar Making-Ofs von Gestern:
Kleines Studio aber gewusst wie, drei Sets sind in diesem Bild versteckt, findet ihr alle?
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Set Nr. 1. Sehr schlicht, nur der Kopfschmuck und das Modell. Kopfschmuck habe ich selber gebastelt mit Artikel vom Baumarkt (Jumbo). Dann ich noch mit vollem Körpereinsatz, schliesslich muss man dem Model sagen/zeigen was man als Fotograf für ne Pose möchte (wichtig liebe Mitknipser).
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Set Nr. 2. Blumentapete. Schlichterer Kopfschmuck, dumpferes Licht.
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 Set Nr. 3. Streifentapete. Aufwändigere Installation, Räumlichkeit imitieren.
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Ihr seht also, auch auf kleinem Raum können grosse Projekte umgestetzt werden. Mit etwas Fantasie und dem Willen es umzusetzen kann man alles schaffen (kitschiger Spruch was!?)
In dem Sinne “e schöne Sunndig zäme“ und noch ein gute Laune-Selfie von uns.
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-wulli

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