Warum ich mich entschieden habe mich zu spezialisieren.


…. An so verregneten Sonntagen komme ich immer mal wieder ins Grübeln. Was mache ich warum, mache ich meine Sache gut oder soll ich gleich auswandern!?
Deshalb meine Lieben, möchte ich euch heute erzählen warum lichtartfotografie.ch keine Kinder- und Familienbilder, sowie gewisse privat Portrait mehr anbietet.
Ich fotografiere nun seit 2005, seit ich meine Lehre als Fotofachfrau begann. Wie alle Fotofachangestellte habe ich gelernt, alles zu fotografieren was die Kunden wollen, Portrait, Gruppenfotos, Hochzeiten, Reportagen, Produkte, Repro –einfach alles, dazu am besten noch 2 SLR-Kameras zu den bestmöglichen Margen für das Geschäft zu verkaufen, danke ade.
So habe ich die Fotografie kennengelernt, als “Nebenerwerb“ in einem Lehrbetrieb der seinen Schwerpunkt auf den Ladenverkauf gelegt hat.

Diese Einstellung hat auch Vorteile mit sich gebracht, denn ich konnte mehr oder weniger alles im Bereich Peoplefotografie anwenden und nach meiner Lehre dieses Wissen in meinem Studio verkaufen, was ich von 2008 bis 2014 auch gemacht habe. Langsam aber stetig baute ich mein kleines Business auf bei dem ich ALLES fotografierte.

Im Verlauf meiner Karriere traf ich dann den ein oder anderen Fotografen, damals sagte einer von ihnen zu mir <<Spezialisierung ist alles. Du kannst nicht ALLES machen, nur so kannst du dich abheben.>> Als er mir das sagte war ich voller Eifer und tat die Worte ab mit dem Gedanken <<Der hat ja keine Ahnung, heute muss man alles können>>, denn ich habe es doch so gelernt, dass auch ALLES geht.

Diese Aussage liegt nun fünf Jahre zurück und Heute sage ich für mich <<Er hatte recht!>>

Ich musste lernen, dass es Dinge gibt die ich nicht kann und die ich auch nicht gerne mache und dazu stehen muss, damit ich eine ehrliche Arbeit machen kann.

Warum also soll ich mich selbst quälen oder sogar schlechte Arbeit abgeben? Nur des Geldes wegen? Was bringt es mir mit schlechtem Gewissen und Bauchschmerzen schlafen zu gehen, weil ich genau weiss ich habe morgen ein Fotoshooting das mir überhaupt nicht zusagt.
Wenn es mich jedesmal eine mörderische Überwindung kostet die Bilder so eines Shootings überhaupt durchzusehen und zu bearbeiten.
Ganz ehrlich, dass ist es nicht wert! Es ist dem Kunden gegenüber nicht fair und mir gegenüber auch nicht.

Und weißt du was toll ist? Jetzt kann ich mich genau auf meine Stärken konzentrieren und genau die Arbeiten machen die spass machen, denn ich habe mehr Energie für diese Aufträge.
Diese Einstellung hat sich aber erst in den letzten Jahren nach und nach eingeschlichen. Bis ich Ende 2014 eine Entscheidung getroffen habe (ja, die Weiterbildung hat sich da auch etwas bemerkbar gemacht).

Ich entschied mich mein Fotostudio auf drei Hauptpfeiler aufzubauen.

Einzelportait, Reportagen/Dokumentationen, Produktfotografie und diese drei im Bereich B2B ( Business to Business) anzusiedeln.

Anfang 2015 habe ich mich offiziell selbständig machen können und konnte mit dieser Grundeinstellung wie ehrliche Beratung und den Mut auch mal nein sagen zu können bestens entwickelt.

Ich freue mich über jede Anfrage meiner Kunden, geht es um Familen- oder Kinderfotos zum Beispiel, dann verweise ich höflich auf meine FotografenkollegInnen die diesen Bereich der Fotografie mit Leidenschaft und Freude machen und ich kann mich voll und ganz auf meine Businesskunden konzentrieren.

Die eine kompetente Beratung und professionelle Bilder für ihren Betrieb schätzen und sich inspirieren lassen mit persönlichen Konzepten für ihre visuelle Kommunikation. Gute Firmen/Selbstständige fragen Spezialisten, denn sie sind es selbst ja auch.

 

Also ihr seht, nehmt eure Stärken und macht das was euch spass macht, macht dies professionell und lernt in euren Bereichen immer dazu, lernt aber auch mal nein zu sagen, denn Geld und Fame ist nicht alles.

 

Mein Wort zum Sonntag ,danke fürs lesen.

-wulli

 

 

 

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